Wendener Wohnstätte erhält DHG-Preis

Dr. Monika Seifert sieht Gefahr, dass Solidarität für die Schwachen in Deutschland sinkt.

Frau Neumann und Herr Lapp (DHG)

Die Wohnstätte der Lebenshilfe NRW in Wenden wurde mit dem DHG-Preis der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft (DHG) ausgezeichnet. Sie gewann in der Kategorie: „Leben im Alter gestalten. Teilhabe von älteren Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf“.

„Das Wendener Projekt hat die Kriterien des Wettbewerbs in hohem Maße erfüllt. Durch die Aktion werden Menschen mit Behinderung viel stärker wahrgenommen“, sagte Laudatorin Dr. Monika Seifert, Vorsitzende der DHG. Gleichzeitig warnte sie davor, dass nach wie vor die Gefahr der Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf in Deutschland nicht gebannt sei. Knappe Kassen würden personalintensive Konzepte verhindern und somit auch die Solidarität für die Schwächeren der Gesellschaft schwinden.

Regelmäßig und ganz selbstverständlich nehmen die Bewohner an kulturellen Veranstaltungen und am sozialen Leben in Wenden teil. Svetlana Neumann und Monika Quast-Schneider gehen mit ihrem Projekt „Wir sind Wendener“ noch einen Schritt weiter und schaffen so bei der übrigen Wendener Bevölkerung mehr Verständnis für Menschen mit geistiger Behinderung.
Die Nutzer der Tagesstruktur gehen in ausgewählte Geschäfte und Einrichtungen, begleitet von ihren Betreuerinnen, „aber nicht nur, um diese zu besichtigen, sondern um tatkräftig mit anzupacken“, sagt Einrichtungsleiterin Miriam Köster. In der Pizzeria Roma wurde Pizza gebacken und gegessen, im Eiscafé Escada“ versuchten sie sich als Eismacher und bei Blumen Risse absolvierten sie ein Fotoshooting.

Mit diesen weitergehenden Aktivitäten gestalten die Bewohner Begegnung und Dialog im Sozialraum Wendens. Das Projekt half „Berührungsängste und Hemmungen gegenüber behinderten Menschen“ abzubauen, erklärte Bürgermeister Bernd Clemens und betonte „die 23 Bewohner des Hauses sind bei uns in Wenden mittendrin, im Leben und im Ort.“ Monika Oncken, Geschäftsführerin der Lebenshilfe NRW, ist stolz auf ihre Mitarbeiter, „die sich einsetzen, damit sich die Bewohner wie zuhause fühlen.“

 
 

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